Bericht Biel 2014

Wettkampfbericht 100km Lauf in Biel / Schweiz am 13.06.2014

Zu meiner bis dato größten sportlichen Herausforderung, neben dem Ironman 2013, fuhr ich donnerstags 12.06. gemütlich morgens los. Es warteten ca. 440km auf mich und ein wenig Ehrfurcht und Respekt für die 100km fuhr ebenfalls mit.Ich hatte bereits im Vorfeld das Buch über Biel 2x verschlungen und dachte, ich wüsste, was auf mich zukam, aber es wurde noch härter als ich dachte.

Als Übernachtung hatte ich das günstigste gewählt, nämlich die Läuferunterkunft im s.g. Sahligut, einem Luftschutzbunker des Zivilschutzes, deren junge Burschen das auch dort alles organisierten.Für die 3 Nächte (im Endeffekt durch den Lauf nur 2) zahlte ich 110 Euro mit Frühstück und Abendessen. Für mich als Minimalist ist das ein ideales Domizil, dazu spart man ne Menge Geld, wenn man die Hotel- und Restaurantpreise in der Schweiz kennt. Es war einfach, aber funktional, war in der ersten Nacht mit 6 erfahrenen Bielstartern in einem Zimmer, einer glaube ich über 23, der andere über 30 Finishes ! Nach dem Einchecken wurde mir alles von einem Typ gezeigt, Kantine, Duschen etc. Waren alle sehr freundlich, Zimmer einfach, Matratze eher schlecht, aber für 2 Nächte völlig ok. Nach dem Auspacken ging ich um 17:00 erstmal Abendessen, es gab Nudeln mit Hähnchen, Salat, Tee und Nachtisch. Mir hats geschmeckt, danach gings mit anderen mit dem Bus zum Kongresszentrum in die City zur Startunterlagenabholung. Vorher dort noch ein paar Läufe der Kids und Jugendlichen angeschaut, dann in einer langen Schlange, aber nach recht kurzen Wartezeit Unterlagen abgeholt. Ich traf draussen noch Mirko Dreiser, kurzes Hallo, dann bin ich zu Fuss die 3km zurück, um mir auch die Beine zu vertreten und mir die Stadt ein wenig anzuschauen.

In der ersten Nacht konnte ich nicht so richtig schlafen, wieder früh raus, Frühstück, lecker Brot mit Käse und Marmelade, passt. Richtig viel konnte man freitags dann nicht machen, zu heiss und drückend draussen, überwiegend im Bett gelegen, gelesen, unterhalten, noch ein Pärchen kam zu uns, sie lief die 100km auch zum 1.Mal, er als Radbegleiter oder wie das hier heisst: Velobegleitung. Nachmittags so langsam die Sachen zurechtgelegt, Aufregung stieg, Garminuhren nochmal vollgeladen. Bei solchen Vorbereitungen auf einen großen Wettkampf bin ich immer sehr akribisch, andere sind bestimmt nicht anders, es macht auch spass gut organisiert zu sein, dass alles passt, wenn man zum Start fährt.

Übrigens trug ich schon seit dem morgen die Kompressionsstrümpfe, die ich auch beim Rennen anziehen würde. Vorher die Füße noch mit ilon Protectsalbe schön eingerieben, passt. Das hielt auch alles bis km 90, dann gabs ne Miniblase am kleinen Zeh, aber kein Problem.Sonst Brustwarzen und Schritt eingerieben, keine Probleme bis zum Schluss!

Als Abendessen durfte ich mir meinen Sponser Power Porridge in der Kantine selbst aufkochen, dazu 2 Bananen und Tee, lecker und es gibt ein gutes Gefühl, dass man bei der Ernährung schonmal das richtige vorab genommen hat, was beim 3h-Marathon sich ja bewährt hatte.

Vom Sahligut gabs einen kostenlosen Shuttleservice bis zum Start, dort in die nahe Halle, in Ruhe umgezogen, Handy abgegeben, Rest konnte man so liegen lassen. Hier kam noch nie was weg sagte mir ein erfahrener Bielfinisher. Vorallem viele meiner AK dort M45, Erfahrung zahlt sich aus. War echt ne tolle Stimmung in der City, alles gut organisiert und jeder fieberte dem Start entgegen. Ganz unerwartet traf ich Klaus und Elisabeth, machten kurz noch Foto, dann ging ich an den Start. Reihte mich hinter den Cracks ein und um 22:00 gings los.